Tabula Rasa

der Fisch ist gelutscht, der Drops geschluckt, der letzte ein ganz dicker. Mit einem 1:7 gegen den Tabellenführer SF Lennep verabschieden wir uns aus dieser Saison. Das Ziel, der Klassenerhalt, ist voll erreicht und wir sollten damit also eigentlich auch voll zufrieden sein. Schaut man in die Tabelle und die Gesichter nach dem letzten Spiel, hat man allerdings trotzdem so einen ganz kleinen Fishermanseffekt in Richtung bitter. Es sind eben acht Punkte nach oben und nur drei nach unten. Halten wir uns also besser mehr an den hellen Punkten fest. In der zweiten Mannschaft des Ronsdorfer Schachvereins ist das klar unser Newcomer und Rookie of the Year, Jonas Kronenberg. Er strahlt mit sieben Punkten aus neun Spielen und einem vierten Platz bei den Topscorern.

Aber nun gilt es all das Gute und weniger Gute weg zu wischen, es ist vorbei und zählt nicht mehr. Zumindest nicht, die nächste Saison betreffend. Neues Spiel, neue Spannung, neue Erfolgschancen. Wir müssen den Kopf frei machen, gemachte Fehler nicht wiederholen sondern korrigieren und aus gemachten Erfahrungen dazu lernen. Wenn die Basis stimmt, also im Verein und den Mannschaften, wenn wir miteinander Spaß haben und ein wenig trainieren ( Freitags ab 19:00 ) könnte das Ergebnis aus Anno 2018 durchaus gehalten und auch getoppt werden. Wir sehen uns Freitag. K.S.

Meine eigene kleine Welt Sonntag`s zwischen 10:00 - 13:00....plus

Sf Unterbarmen1 gegen Ronsdorf SV2 

 

 

Ronsdorf City, der Winter feiert sein Come Back, ich stehe mit Hartmut Punkt 09:15 gegenüber der Sparkasse und gemeinsam bewegen wir uns in so einer Art Rentner-Shuffle-Rhythmus um bei den gefühlten minus 15 Grad nicht fest zu frieren. Wir warten auf Fritz mit dem warmen Auto, welcher den Spannungsbogen hier bereits verdammt hoch hält. Hartmut gibt als erster auf und versucht mit steifen Fingern die Notfall Hotline Fritz Nr. zu wählen, als dieser mit einem freundlichen Grinsen angefahren kommt. Nachdem wir uns ins Auto gerettet haben, beweist Bodo ein besseres Timing und steigt aus der Bewegung zu. Schnell stellt sich diese gewohnt angenehme, gute Stimmung ein. Ein paar kleine Witze von Bodo ("hier zu umfangreich"), ein paar lustige Sprüche, Anekdoten und ein ganz kleines bisschen Nervosität bilden diesen Stimmungsmix mit. Klasse mit den "Jungs".

Ankommen, Parkplatz finden, Räumlichkeiten finden, die anderen netten "Jungs" aus unserer Mannschaft begrüßen stellt nun den Übergang zwischen Mannschaftsharmonie und Einzelkampf dar. Der findet jetzt, hier am Brett fünf statt und ich bin allein. Allein mit mir, meiner Nervosität, meiner Unsicherheit, meinen Ängsten. Am nächsten steht mir jetzt lediglich noch der warme Kaffee links. Meinen "Zaubertrank" hab ich schon wieder im Auto vergessen. Meine Güte.....ein schlechtes Gefühl in der Magengegend aber ich muss jetzt eine Eröffnung finden. Der Fokus zieht sich zu. Ich nabele mich von der übrigen, uninteressanten Welt größtenteils ab, selbst Geräusche kommen nur noch dünn an. Zu finden sind in meinem temporären Mini-Universum ein Schachbrett, Figuren, eine Uhr, mein Gegner ab und an und mein Kaffee. Nach den ersten drei Zügen sieht es nach einem Morragambit aus. Kenn ich. Das Selbstsicherheitsbarometer steigt, der Magen fühlt sich besser an, der Kaffee ist doch wirklich gut hier. Bin wieder da. Es läuft. Und dieses Gefühl hält an, wird besser mit dem Wissen das Spiel zu beeinflussen, Raum zu gewinnen, Drohungen auf zu stellen. Ich weiß, ich kann gewinnen, werde gewinnen. Euphorie. Und diesem Gefühl lass ich sofort voller Selbstvertrauen einen Springerzug folgen der es in sich hat und eine Vorentscheidung bringen soll. Das tut er, allerdings gegen mich. Ich übersehe dabei einen nicht gedeckten Bauern, damit einhergehend gibt es plötzlich eine miserable Stellung. Geschockt davon passiert ein noch schlimmerer Fehler und die Partie ist quasi entschieden. Alles stürzt scheinbar über mir in einem Moment zusammen, der Kaffee kalt und leer, mein Magen.......-Ich habe verloren-. Wir haben verloren. Alles Schei......Versagt. Jetzt versuchen ruhig zu bleiben, Fassung gewinnen.

Erst beim gehen erfahre ich die volle Wahrheit, außerhalb meiner eigenen kleinen Welt haben Christoph, Jürgen, Herbert und Hartmut gewonnen. Wir haben vier Punkte, gehen mit einem super Unentschieden. Bin froh wieder in der Realität zu sein.

Die Erste:

Dem Verbleib in der Verbandsklasse weiter ein Stück näher gekommen!

Während der Begrüßung der Mannschaft aus St. Tönis, durch unseren Mannschaftsführer und der Einladung auf Kaffee, stellte Jens folgerichtig fest, das beide Mannschaften im Grunde noch Punkte brauchen könnten, da man nicht allzu fern von den Abstiegsplätzen liegt.

Eine Stunde später führten wir bereits mit 2:0, da Gerhard und Robert ihre Partien kampflos nach Hause brachten.

Wahrscheinlich hätten beide lieber gespielt, statt fünf Stunden zuzuschauen. Respekt!

So machte man sich daran, die eigenen Mitspieler allein durch Anwesenheit zu unterstützen.

An den Brettern selbst lief es nicht so schlecht, außer bei Uwe, der eigentlich schon nach miserabler Eröffnung auf Punktverlust stand. Statt aufzugeben oder Remis anzubieten wurde trickreich gespielt und gekämpft, bis nach viereinhalb Stunden die Partie für Ronsdorf mit einem Sieg abgeschlossen wurde.

Bernhard spielt zur Zeit richtig stark. Remis gegen über 1800 und auch die letzten Spiele zeigen in welch solider Verfassung er ist. Da geht bestimmt noch mehr.

Am ersten Brett hatte Jens nicht zum gewohnt aktiven Spiel gefunden und musste sich zäh verteidigen. Der weiße Bauer auf h6 bereitete Jens doch einigen Kummer, zumal er den schwarzfeldrigen Läufer recht früh gegen einen Springer tauschen musste. Beide Seiten ließen im Verlauf der Partie einige erfolgversprechende Möglichkeiten aus und so einigte man sich in ausgeglichener Stellung auf ein Remis. Über all Spiele auch hier, super Bilanz. Weiter so!

In einer sizilianischen Partie am zweiten Brett entbrannte bald ein scharfer Kampf. Bei unterschiedlichen Rochaden verschafften sich beide Seiten eine halboffene Linie gegen den gegnerischen König und es war klar, dass ein Remis der unwahrscheinlichste Ausgang dieses Kampfes sein würde. Siegmund gelang es nicht rechtzeitig, seine beiden Türme gegen den schwarzen König in Stellung zu bringen, unterschätzte wohl auch die gegnerischen Angriffschancen und musste sich schließlich dem ideenreich vorgetragenen Angriff seines Gegners geschlagen geben.

Mit dem Rückenwind des Sieges in der Vereinsmeisterschaft spielte auch Karl Remis, obwohl er einen Bauern weniger zu verzeichnen hatte. 

Und Rainer, tadellos, wie immer. Er gehört zu den Garanten, die eine Mannschaft braucht, wenn sie in der Verbandsklasse bestehen möchte.

Bei verbleibenden drei Spieltagen schaut es nun im Grunde ganz gut aus und wir schauen mehr nach oben wie nach unten.

Am 3. Juni 2018 wissen wir mehr!

Weiterhin uns allen viel Erfolg.

Und Gruss an die 2. Mannschaft, super, Jungs!

Die Zweite:

Sein oder nicht Sein

Zu dramatisch aber ein klein wenig trifft es die Situation. Wir sind zu Gast bei Solingen SG8 und höchstwahrscheinlich entscheidet sich hier und heute ob wir in dieser Klasse auch nächstes Jahr spielen dürfen. Platz Sechs, eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit die letzten drei Spiele zu verlieren und noch mindestens zwei starke Gegner vor uns, bedeutet man sitzt im Schleudersitz, nur der rote Knopf ist noch nicht gedrückt. Gewinnen wir allerdings und das ist unsere beste Chance von Dreien, sichern wir den Klassenerhalt.
 
Und so lief es ab:
 
Die letzten werden die ersten sein und Jonas an Brett acht lebt diesen Spruch. Er spielt mit einem kleinen Jungen 36 Minuten und schließt problemlos ab.
1:0
Ich (Knut) war der nächste, der mit etwas Hilfe seines Gegners an Brett fünf einen frühen Sieg verbuchen durfte.
2:0
Und auch Peter an Brett sieben konnte bereits beim 17. Zug mit einem Turmgewinn die Weichen für einen schnellen Gewinn stellen.
3:0
Das lief wie am Schnürchen. Lediglich 1,5 Punkte waren noch nötig um in Gedanken die Korken knallen zu lassen. Nachdem es bei Herbert mit leichtem Vorteil gut aussah, bei Christoph ausgeglichen, bei Bodo nicht hoffnungslos und bei Jürgen, mit einem Springer zurück liegend, ebenfalls zumindest nicht hoffnungslos, denn Jürgen ist durchaus dafür bekannt solch ein Spiel drehen zu können, durfte man diese 1,5 Punkte absolut erwarten.
 
Und so ging es weiter:
 
Fritz an Brett sechs, der von sich selbst mal behauptete, er könne jeden Fehler toppen, tat dies auch gleich mal.
3:1
Bodo an Brett vier geht mit Nachteil ins Endspiel, verliert erneut einen Bauern, die Stellung ist eh hin.  --Exitus--.
3:2
Herbert, unsere Hoffnung an Brett drei, gerät im Endspiel auch noch in Not und muss mit einem angebotenen Remis sehr zufrieden sein.
3,5:2,5
Hier geht der Krimi los, denn die ausstehenden Partien lassen nichts Gutes ahnen und wenn die Punkte nicht von den beiden verbliebenen kommen......... Jürgen hat gefühlt bereits seit längerer Zeit verloren, scheint das aber zu ignorieren und spielt weiter.
Christoph steht im Endspiel mit einem Bauern hinten und wir brauchen wenigstens noch einen halben Punkt, der aber in diesem Moment überhaupt nicht sichtbar ist. Noch einen Moment später hat Christoph (Brett eins) aber, kaum zu glauben, eine Stellung gezaubert in welcher er auf A und B-Linie zwei verbundene Freibauern hat und gleichzeitig den dafür geschaffenen Doppelbauern / Freibauern des Gegners im Zentrum mit seinem König aufhalten kann. Super.-- Er gewinnt --!! Und wir sind gerettet.
4,5:2,5
KLASSENERHALT
 
Jürgen an Brett zwei, vor Freude fast vergessen, spielt immer noch, findet auch immer wieder einen Weg um das scheinbar Unausweichliche heraus zu zögern. In Anbetracht dessen, dass seine Mannschaft bereits verloren hat, er wohl gerne nach Hause möchte und völliger Entnervung weil Jürgen nicht aufgibt, gibt sein Gegner auch noch ein Remis.
5:3
Ein bisschen vermisst wurden der Schlussapplaus und die Cheerleader.
 

I`ll be back

das war beim Terminator damals mehr als Drohung zu verstehen, bei uns wurde das vor 14 Tagen eher so ruhig genuschelt. Aber im Kern sind wir so hart, zielstrebig und nahezu unzerstörbar wie Arny damals als Terminator. Ok, hier ist ein bisschen Wunsch und Fantasie Vater des Gedankens. In Teil zwei bis....weiß auch nicht, kam er jedenfalls zurück, der Terminator. Und wir?? Jawohl, wir auch! We are back möchte man ausrufen. Nachdem bereits Abstiegsgedanken aufkamen, schöpfen wir heute mit dazu gewonnenem Selbstbewusstsein neuen Mut. Das ist auch absolut gerechtfertigt, denn wir gewannen gegen die recht guten Eberfelder SG4 mit 5:3 Punkten und sind damit wieder voll im Spiel auf Platz sechs.

Wer gewonnen und verloren hat? Keiner unserer Mannschaft hat verloren, alle haben gewonnen, als Ronsdorfer SV2. Vielleicht nur dies, als schönes Beispiel: Herbert bekam bei eher schlechteren Aussichten seinerseits ein Remisangebot, quälte sich hoch, schaute nach den Partien seiner Vereinskameraden und dachte sich wahrscheinlich - schei.... der Hund drauf, ich spiel weiter. Glück und Erfolg war der Lohn des mutigen Kämpfer`s.

So darf es gerne weitergehen. Im Sinn des Terminator`s sag ich dann mal....

Hasta la vista, baby

Bahn SC06 vs. Ronsdorfer SV2

Wie war es? Was ist interessantes passiert? Welche Partien waren besonders spannend, hatten einen spektakulären Ausgang? Diese und vielleicht noch andere mehr oder weniger wichtige Fragen stellt man sich, wenn ein Bericht über eine solche Begegnung verfasst werden soll. Man sucht nach Besonderheiten, Erwähnenswertem, lässt die Stunden im Geiste noch einmal Revue passieren. Das funktioniert hier recht gut. In etwa drei langen Stunden ereignete sich folgendes:

Brett fünf wurde von Seiten des Gastgeber`s nicht besetzt. An Brett sieben gewann unser Rooki Jonas relativ problemlos und ruhig seine Partie, ähnlich problemlos und ruhig ging es bei Hartmut und Bodo an Brett acht und vier zu, nur leider umgekehrt. Aber, wie gesagt ruhig. Den nächsten Punkt gab Herbert an Brett drei ab. Das war schon deutlich spannender, Herbert`s Blutdruck war höher. Christoph, Jürgen und Fritz erreichten im Mittelspiel jeweils ein friedliches Remis.

So hielten sich Euphorie, Begeisterung und ähnliche emotionale Ausbrüche stark in Grenzen. Auf Neu - Deutsch: Entschleunigung. Mancher würde eventuell sogar von laaaaaanngweilig sprechen. Nicht so langweilig ist das Ergebnis von 4,5 : 3,5 welches uns auf den 3. Platz -- von hinten --katapultierte. Gut das wir noch ein paar Spiele Zeit haben.

Aufruf zum Weihnachten feiern

Ein Fest zu Ehren Christi Geburt. Das Fest der Familie, der Liebe, des Friedens, der Freude und der Freunde und des Zusammenhalts. Wir sollten vielleicht das ganze Jahr im Sinne dieser positiven Gedanken feiern und nicht versuchen Weihnachten noch schnell alles auf zu holen was das Jahr über versäumt wurde. - Wunschdenken -. Funktioniert auch nicht, denn es wäre dann alltäglich, bald nichts besonderes mehr. Aber der Mensch braucht etwas besonderes, etwas einzigartiges, um es genügend zu würdigen, um es als wichtig zu erachten.

Was das jetzt mit dem gemeinen Schachspieler an und für sich und seinem Verein zu tun hat? Direkt erst einmal ....nichts. Wobei viele Schachspieler durchaus für Menschen gehalten werden und somit dazu beisteuern könnten, zu den positiven Gedanken und deren Ausführung. Man könnte doch zum Beispiel mit Freude zum Schachabend kommen, andere Schachfreunde treffen und in Ruhe ein Freundschaftsspiel machen, andere näher kennenlernen. Spaß haben und anderen Spaß bereiten. Vielleicht auf einer Weihnachtsfeier oder ähnlichem. Ein christlicher Gedanke oder? Das erzeugt mehr Zusammenhalt und Freude am gemeinschaftlichen Hobby, hilft dem nächsten. Nächstenliebe sozusagen. Der Schachspieler wie Du oder vielleicht sogar Du, Ihr könntet dann wohl doch ne Menge tun in Eurem schachlichen Umfeld. Ganz im Sinne des Festes.

Wie Ihr auch immer feiert oder auch eben nicht, ich wünsche allen eine friedliche, glückliche Restzeit in diesem Jahr 2017 und hoffe  allen gesund und glücklich nächstes Jahr begegnen zu dürfen.

Vohwinkeler SC im Schnee

beim Blick aus dem Fenster ist weit und breit kein Streudienst, kein Bus, kein Taxi und nur sehr wenige Autos zu sehen aber Schnee; nur Schnee. Und trotzdem kommen die tapferen Vohwinkler bei den widrigsten Wetterverhältnissen am 2. Advent zu uns nach Ronsdorf. Anhand der Tabelle kann man sehen, dass dies nur etwa die Hälfte aller Mannschaften gemacht bzw. geschafft haben. Das macht der Schachtrieb oder Fahrzeuge mit guten Winterreifen.

Leider haben es nicht alle Schachfreunde aus Vohwinkel ins winterliche Ronsdorf geschafft. Am zweiten und achten Brett können wir somit die ersten 2 Punkte auf der Habenseite verbuchen. Aus sportlicher Sicht ist uns das fast unangenehm aber so ist es eben und ab und an geben wir ja, bei diesem Prozedere, auch mal Punkte ab.

Jedenfalls brauchen wir nur noch 2,5 Punkte um als Sieger zu verbleiben. Kein Problem - könnte man denken. Zumindest hat man jetzt etwas "Luft". Ein Remis Angebot bei leichtem eigenem Vorteil zum Beispiel kann durchaus angenommen werden, schließlich gibt das einen sicheren halben Punkt und keinen unsicheren ganzen. Also den Spatz in der Hand. Taktisch richtig und nachdem es an Brett sechs mehr als gut aussieht, erlauben wir uns gleich zweimal das Remis Einverständnis, nämlich an Brett drei und eins. Zu diesem Zeitpunkt gibt es lediglich an Brett sieben einen Verlust. Vier relativ sichere Punkte kommen also zusammen. Ein weiterer halber sollte sich locker finden bei zwei noch ausstehenden Ergebnissen von Brett vier und fünf. Muss einfach. Müsste eigentlich. Könnte. -Ernüchterung- Der geneigte Leser weiß es bereits aus der Tabelle, der halbe Punkt stellte sich leider nicht mehr ein obwohl......ihr kennt das ja.

Hätte, hätte, Fahrradkette.

Keine falsche Bescheidenheit beim Punkte sammeln

Ronsdorfer SV1, unsere 1. Mannschaft. Zu recht, denn das sind alles Männer die alles im Mannschaftskampf geben, für die Mannschaft. Jedenfalls war das so beim Aufeinandertreffen mit dem TUS Düsseldorf. Jeder hat sein bestes gegeben, anderenfalls wären keine 6,5 Punkte möglich gewesen. Gerade in Anbetracht dessen, dass die Düsseldorfer sich nicht gerade als Opfer darboten. Nach dem 4. Mannschaftskampf, sozusagen dem Bergfest ist das mit 19 BP und 6 MP der zweite Platz nach Erkrath. Die ersten hört man unken, es würde um den Aufstieg gespielt, was natürlich fantastisch wäre. Aber seien wir ehrlich, man sollte das Fell des Bären erst verteilen nachdem er erlegt wurde.

Am ersten Brett wurde am längsten gekämpft (Jens Kosin gegen Klaus Dolle) Zum Ende entstand das Bild einer um ein Beutetier sich schlingende, immer weiter zuziehende Python. Punkt.

Am zweiten Brett gab es einen relativ schnellen Vollzug. (Thomas Schwarz gegen Klaus Heylen) Thomas wurde wohl früh zu Hause erwartet. Zack. Punkt.

Am dritten Brett wurde anscheinend Schnellschach gespielt. (Siegmund Beck gegen Klaus Westenberger) Deutlich unter zwei Stunden. Remis Spezialist. -3.mal- Halber Punkt.

Am vierten Brett. (Gerhard Langensiepen gegen (keinKlaus) Andreas Knospe) Ein erspielter Sieg. Ein weiterer Punkt.

Am fünften Brett (Rainer Kolander gegen Detlef Clasen) Unser zweiter Remis Spezialist. -3.mal- Ausgeglichenes Spiel. Halber Punkt.

Am sechsten Brett (Bernhard Hellmann gegen Frank Jordan) Remis Spezialist Anwärter. -2.mal- Halber Punkt.

Am siebten Brett (Uwe Eugen Büttgenbach gegen Bernhard Clasen) Wenige Züge in einem langen Spiel und unbemerkter Zeitschwund bei Herrn Clasen. Zack - Blatt gefallen. Punkt.

Am achten Brett (Jürgen Kronenberg gegen Ireneus Kostowski) Ein hart umkämpftes Spiel, ein abgelehntes Remis seitens Jürgen, Kampf bis ins tiefe Endspiel, ein super Abschluss. Punkt und gewonnen auf ganzer Linie.

 

Einfach gut!

Schwarzer Tag bei den freundlichen Herren von Schwarz Weiß Remscheid 3

Wobei schwarzer Tag vielleicht etwas übertrieben ist, denn schlimmer geht immer. Aber gut sollte, trotz aller Neigung immer etwas Positives zu sehen, sich in der Zukunft bei unseren Mannschaftskämpfen schon deutlicher abheben. Fangen wir am besten mal mit dem negativen an, um letztendlich noch die Kurve zum "Happyend" zu schaffen.

Ein Schachfreund fehlte uns und so konnten wir nur mit sieben Leuten antreten.  Dieser Umstand trifft dann allerdings zu unserem Glück auf einen natürlichen Ausgleich. Bei den Remscheidern erscheint der Mann von Brett 5 nicht, was in der Folge dazu führt, dass ich selbst an genau diesem mit "überragender Leistung" quasi "gewinne"  hähähä. Hier darf man vielleicht einfach von ausgleichender Gerechtigkeit sprechen? An den Brettern 1,3,4 und 6 also bei Christoph, Herbert, Bodo und Fritz verloren wir zunehmend Boden und Chancen. Es war ein bisschen Pech und dann kam noch Unglück dazu ......,  ne Quatsch, wenn es so einfach wäre, hätten wir ja Fußball gespielt. Fairerweise muss man sagen, dass die Herren von SW Remscheid 3 zumindest heute schlicht weg besser als wir gespielt haben und so einen verdienten Sieg errungen haben. Glückwunsch. Aber nächstes Jahr liebe Remscheider hauen wir Euch so was von den ......also da wollen wir den Sieg mitnehmen. Der Endstand ist jedenfalls nüchtern gesehen mit 5:3 fest zu halten. Was sicherlich noch bemerkenswert war bzw. wer bemerkenswert war, ist der Gegner von Fritz. Er spielte ihn in Grund und Boden. Der dynamische Schachfreund aus Remscheid hat allerdings auch einen klaren Erfahrungsvorteil gegenüber Fritz. Er spielt in diesem Verein seit seinem 10. Lebensjahr und ist damit nun 80 Jahre dabei. Lieber Leser, das ist kein Schreibfehler! Herr Willi Stollwerk hat mit nun 90 Jahren ein paar Problemchen mit dem Sehen, der Uhr und dem Hören (Fritz war als Mensch mit gutem Benehmen gerne behilflich) aber wohl nicht mit dem gewinnen von Schachpartien gegen gestandene Gegner. Respekt Herr Stollwerk. Fröhlich ging er nach Hause. Insbesondere mit dem Blick auf uns selbst, ist so was schön zu sehen oder?

Tja, wie gesagt 5:3 für Remscheid. Kein einziger Ronsdorfer hat gewonnen. Kein Ronsdorfer....? Ja also... eigentlich, quasi, man könnte sagen .... zwei Kronenberger waren siegreich. Es bleibt in der Familie. Vater und Sohn, Jürgen -der alte Lehrer- Kronenberg und Jonas Kronenberg. Und natürlich sind die Kronenberger auch Ronsdorfer, ja sicher. Wenn das so weitergeht hat Jonas sogar eine sehr gute Chance den begehrten Titel "Rookie of the year" ab zu räumen. Ok, er ist der einzige Neuzugang 2017 aber auf jeden Fall ein Lichtblick und macht hier die Story rund und irgendwie glücklich endend.

Ronsdorfer SV2 im Duell mit Solingen 7

Es geschah an einem kühlen, regnerischen Sonntagmorgen im friedlichen Ronsdorf. Aus dem fernen Solingen reisten acht schwer bewaffnete Outlaws an um uns auf dem Feld der Ehre den Garaus zu machen.

Ihre Waffen bestanden in diesem Fall natürlich aus einem kühl kalkulierendem scharfen Verstand und das Schlachtfeld aus acht schönen, friedlichen Holzschachbrettern. Der Wille uns zu besiegen – uns den Garaus zu machen – blieb allerdings im vollen Umfang erhalten. Wogegen wir naturgemäß etwas hatten und dem alles entgegensetzten, was uns zur Verfügung stand. Z.B. Hartmut -Dock Big- Bickel am achten Brett. An Brett sieben bis eins spielten nicht weniger motiviert Jonas, Fritz, Knut, Bodo,Herbert, Jürgen und endlich wieder dabei, Christoph. Außer an den ersten Brettern bei Christoph und Jürgen wies allerdings nichts auf Erfolg hin; glaubte man den DWZ Zahlen. Leider ging es auch so los, Hartmut verlor seine Partie gegen einen gut aufgelegten Wolf Wieland. Nach recht gutem anfänglichem Spiel musste auch Jonas an Brett sieben qualitativ und stellungsmäßig einen herben Rückschlag hin nehmen. Ausgang ungewiss. Die Freude über meinen eigenen Gewinn an Brett fünf wurde sogleich durch den Beobachter Bernhard -das Auge- Hellmann etwas gedämpft. Er wusste zu berichten, dass es an mindestens zwei weiteren Brettern gar nicht gut aussah. Bei Herbert nicht so gut, bei Bodo schlechter und in der Zwischenzeit bei Jonas.... anscheinend eine Frage der Zeit. Oh Mann. DWZ Zahlen lügen nicht!!?? So ein S...äh Mist. Dann gab es aber auch erfreuliches. Am ersten und zweiten Brett war trotz eines kleinen Fehlers von Jürgen alles im Lot, am sechsten Brett spielte Fritz leise und klammheimlich so gut, dass es keine Frage mehr war und noch etwas später, leider nach dem Verlust bei Herbert (hatte mit dem Herrn Capelan einen sehr starken Gegner) am dritten Brett, kam eine wundervolle Wandlung bei Bodo zustande. Dieser tolle Fighter ging zum Schluss nicht nur auf ein eigentlich zufrieden stellendes Remis sondern strebte den Gewinn an. Und das Ding ging auf. Bravo Bodo. Genauso hart kämpfte Jonas, und kämpfte, und kämpfte, musste aber letztendlich die Waffen strecken. Nachdem auch noch Christoph seinen stark aufspielenden Gegner besiegen konnte, wirkten die meisten Gesichter entspannt und zufrieden. Zum krönenden Abschluss setzte Jürgen dem ganzen das Sahnehäubchen auf. Cool bot er seinem Gegner ein Remis an, welcher damit wahrscheinlich sogar sehr gut bedient war. Jürgen kann rechnen: 4,5 zu 3,5

Alles gut. Alle sind glücklich. Die Ronsdorfer jedenfalls.

Zitterpartie Ronsdorfer SV 1 gegen Krefelder SK Turm 3 4:4

Der zweite Mannschaftskampf unserer ersten Mannschaft war ein Heimkampf. Unsere Mannschaft war hoch motiviert, auch wenn Sie diesmal mit zwei Ersatzspielern antreten mussten. Uwe und Jürgen sind jedoch beides Spieler, die in die Mannschaft passen.

Nach dreieinhalb Stunden stand es 3:1 für uns, nach Siegen von Jens, der in dieser Saison sehr gut spielt und Karl, der auch immer für gute Spiele steht. Für Rainer und Siegmund gab es ein Remis. Trotzdem kam keine Siegesfreude auf, den an den restlichen vier Brettern standen wir nicht so gut. Als nächster musste Uwe die Waffen niederlegen und Gerd stand in einem Endspiel, das nicht gut für in aussah. Nach viereinhalb Stunden hatte Gerd jedoch noch die Partie zu einem Remis gerettet. Bernhard und Jürgen kämpften noch verbissen und beide lagen mit zwei Bauern hinten. Bernhard gelang dann im Weiteren noch ein Remis und nach sechs Stunden musste dann Jürgen die Partie aufgeben. Ihm hatte die ganze Anstrengung leider nichts gebracht.

Insgesamt ist Ergebnis ok. Für die Mannschaft ist das Ziel des Klassenerhalts in greifbare Nähe gerückt und sie ist auch in den nächsten Begegnungen sicherlich für manche Überraschung gut.

Ronsdorfer SV 2 gegen SG Vonkeln 3 ----- 3,5 - 4,5

Letzten Sonntag begann auch für unsere zweite Mannschaft die neue Saison. Unser erster Gegner waren die Schachfreunde von SG Vonkeln 3. Dazu ging es in das mitten im Grünen liegende Vereinshaus der Vonkeler. Uns war klar das es in der 1. Bezirksklasse schwer für uns wird. Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Gegen Vonkeln hatten wir bis auf zwei Brettern nur stärkere Gegner. Wir mussten uns also anstrengen. An Brett 8 Lucas) und Brett 5 (Peter) ging es leider sehr schnell zu Ende und es stand 0:2. Auf den anderen Brettern sah es im Schnitt gar nicht so übel aus, obwohl ich selbst an Brett 4 (Fritz) von meinem Gegner stark in die Defensive gedrängt wurde. An Brett 3 (Herbert) hatte sich die Stellung der beiden Kontrahenten festgefahren, so dass man sich hier auf Remis einigte. Neuer Stand 0,5:2,5. Bis auf Brett 4, wo ich immer mehr ins Hintertreffen kam, sah es aber recht ordentlich aus und wir träumten von einem Sieg. Dann passierte uns an Brett 7 (Hartmut) allerdings ein Schnitzer. Die Dame wurde eingestellt und das Spiel wurde aufgegeben. An Brett 4 strich ich auch die Segel. Mein Gegner hatte die Abwicklung in ein Endspiel vorgezogen, welches ich aber nicht gewinnen konnte. Nun stand es 0,5:4,5 und der Traum vom Sieg war ausgeträumt. Die Frage war nur noch, wie hoch würden wir verlieren. Nun gewannen wir aber in schneller Folge zuerst an Brett 2 (Jürgen), dann an Brett 6 (Jonas) und schließlich auch Brett 1 (Christoph). Endstand 3,5:4,5. Ich denke, wir können zufrieden sein mit diesem Ergebnis, müssen aber noch einiges leisten, um den Klassenerhalt zu erreichen.

Auftaktsieg für Ronsdorfer in der Verbandsklasse

Als ersten Gegner trafen wir auf die 2. Mannschaft des SG Kaarst. Auch die Schachfreunde aus Kaarst waren in dieser Saison aufgestiegen aus der Bezirksliga. Die Begegnung begann gut. Nach ca 3 Stunden stand es 2,5 zu 0,5 durch die Siege von Jens und Bernhard und das Remis von Uwe. Allerdings sah es auf den restlichen Brettern im Schnitt nicht besonders gut aus. Und so gingen in der nächsten halben Stunde die drei Partien von Robert, Karl und Siegmund schlecht aus. Neuer Punktestand 2,5 zu 3,5. Gerd hatte in seiner Partie eine Figur weniger, drohte aber mit Dauerschach und die Partie von Rainer war ziemlich ausgeglichen. Rainer hatte zweimal Remis angeboten, welches von seinem Gegner abgelehnt wurde. Nach 6 Stunden endeten auch diese beiden Partien. Gerds Gegner hatte zur Abwendung des Dauerschachs sehr viel Zeit verloren und übersah in Zeitnot ein dreizügiges Matt. Rainer hatte sich einen Vorteil heraus gespielt, ein  Remisangebot seines Gegners abgelehnt und die Partie schließlich gewonnen. Endstand 4,5 zu 3,5. Etwas glücklich vielleicht, aber letztendlich doch verdient.

Viererpokal im Schachbezirk Bergisch Land

Eine Woche vor den anderen Begegnungen des Viererpokals startete dieser Wettkampf mit der Begegnung Ronsdorfer SV und SG Solingen 1. Die Solinger dürften wohl zu den Favoriten dieses Wettbewerbs zählen. So gesehen spaltet dieses Losglück die Meinungen. An vier Brettern wurde gespielt und an jedem Brett betrug der DWZ Unterschied der Spieler ca. 800 Punkte. Trotz allem haben wir uns nicht kampflos schlagen lassen und hart gekämpft und so dauerte die Veranstaltung zu unserer Überraschung doch über drei Stunden. Für den Ronsdorfer SV schlugen sich wacker Bernhard Hellmann, Uwe Eugen Büttgenbach, Bodo Czornyckyj und Fritz Boschen. Das Ergebnis 0:4 war natürlich ernüchternd, aber auch nicht anders zu erwarten. Da jede Runde dieses Wettkampf eine KO Runde ist, ist für uns leider dieser Wettkampf beendet. Es hat aber allen Ronsdorfern Spaß gemacht zu spielen.

31. Sommerschach-Turnier in Dortmund

Vom 15. - 26. August 2017 fand das diesjährige Sommerschach-Turnier in Dortmund statt. Es wird in 2 Gruppen ausgetragen: Die Gruppe der Hobbyspieler und die der Klubspieler. In der Gruppe für Klubspieler kämpften 128 Teilnehmer um die Platzierungen in diesem Turnier. Zwei unserer Mitglieder hatten sich auch für dieses Turnier gemeldet und mit Bombenerfolg sich ihren Platz erkämpft. Jürgen Kronenberg wurde im gut besetzten Teilnehmerfeld 36ter mit 4 Punkten aus 7 Runden. Bemerkenswert das Jürgen hier nur ein Spiel verloren hat. Uwe Büttgenbach wollte hier auch seine Leistung testen und begann furios mit 2,5 Punkten aus den ersten drei Spielen. Danach schwächelte er leider etwas und belegte mit 2,5 Punkten Platz 94 der Rangliste. Trotz allem eine hervorragende Leistung, die seine eigene DWZ Wertung weiter steigerte.

Beiden Spielern: Herzlichen Glückwunsch und macht weiter so.

Geschafft!

Beide Mannschaften sind aufgestiegen!

Unsere Schachsportler der 1. Mannschaft haben die kleine Sensation am bergischen Schachhimmel perfekt gemacht. In der kommenden Saison wird auf Verbandsebene gespielt. Nach fünf Stunden Spielzeit siegten in den drei letzten noch laufenden Partien an Brett 7 und 8 Czuidai und Büttgenbach und bescherten uns zwei ganz wichtige Punkte. Zu diesem Zeitpunkt führten die stark abstiegsbedrohten Wermelskirchener schon 3:2 und der Aufstieg hing am seidenen Faden. Das 4:4 reichte dann aber auch zum Aufstieg, denn es fehlte nur noch dieser eine Punkt. Die Quintessenz an diesem Sonntag war aber: aufgestiegen wäre die 1. Mannschaft auch ohne diesen Punkt, denn der Verfolger SF Anna Wuppertal hatte zeitgleich verloren.

Ab September heisst es dann für die 1. und 2. Mannschaft die Verbands- und Bezirksklasse zu halten. Kein ganz so leichtes Unterfangen, so unser Vorstand Gerhard Langensiepen, aber zwei, drei neue und erfahrene Schachsportler könnten hilfreich sein.

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